Die Gefahr der Virus-Mutation

Münster, den 11. Mai 2020

 

Während sich das Corona-Virus weltweit ausbreitet, mehren sich die Bedenken, dass es zu einem gefährlicheren Virus mutieren könnte. In einem am gestrigen Sonntag auf theguardian.com erschienen Artikel wird auf diese Gefahr hingewiesen. Möglicherweise könnte ein mutiertes Virus ansteckender und damit gefährlicher sein. Da Mutationen bei allen Viren vorkommen, stellt das Sars-Cov-2 Virus, welches Covid-19 verursacht, keine Ausnahme dar. Mutationen entstehen, wenn sich das Virus innerhalb der Zellen repliziert, wobei es zu Fehlern beim Kopieren des genetischen Codes kommen kann. Beim Menschen sind die Gene bekanntermaßen in den Doppelsträngen der DNS gespeichert; beim Corona-Virus hingegen befinden sich die Gene in der einsträngigen RNS. Je schneller das Virus mutiert, desto eher ändert es sein Verhalten. Impfstoffe gegen solch ein schnell mutierendes Virus sind schwerer herzustellen, da sich die vom Virus befallenen Teile des Immunsystems bereits wieder verändert haben könnten, wenn ein Impfstoff gefunden worden ist. Das sieht man in Bezug auf die alljährlichen Grippe-Erkrankungen, für die jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden muss. Mutationen können ein Virus demnach gefährlicher machen, so kann es effizienter darin werden, Zellen zu infizieren.