Unendlicher Spaß

Münster, den 10. Juni 2020

Anna und Jonas verstehen sich prächtig, sie reden über Musik, Filme, Kunst und auch über Bücher. Eine ganze Stunde lang tauschen sich die beiden ausschließlich über die Nennung ihrer bevorzugten Musikalben, Spielfilme, Kunstwerke und Bücher aus. „Was ist Dein Lieblingsalbum?“, fragt Anna Jonas, der verträumt an seiner Limonade nippt. „Oh, das ist schwierig“, erwidert der ebenfalls aus Leipzig Stammende, „ich würde sagen „Paul´s Boutique“ von den Beastie Boys, aber auch „Washing Machine“ von Sonic Youth ist bei mir ganz vorne.“ Anna zeigt sich begeistert, hörte sie eben noch exakt dieses Album. „Ich liebe Kim Gordon“, sagt Anna, „schade, dass sich die Band aufgelöst hat! Auf meiner Liste steht ganz oben „The Chronic“, von Dr. Dre, oder „Drukqs“ von Aphex Twin.“ „Sehr gut!“, ruft Jonas aus, „da würde ich Dir zustimmen, aber man muss sich bei diesem Spiel ja leider entscheiden. „Babylon by Bus“ von Bob Marley liegt bei mir ebenfalls weit vorn.“ „Und Filme? Welches ist Dein absoluter Lieblingsfilm?“ „Da würde ich sagen „Heat“ von Michael Mann oder „Léon – Der Profi“ von Luc Besson!“ „Ich mag „Die Sehnsucht der Veronika Voss“, von Rainer Werner Fassbinder und „No Country for Old Men“ von den Coen-Brüdern“, gibt Anna zurück. „Jetzt zur bildenden Kunst“, schlägt Jonas vor, „welche Epoche ist Dir die liebste?“ „Ganz klar die Frührenaissance, Giotto und Fra Angelico, aber darüber hinaus Vincent van Gogh, die Sachen, die er in Saint-Rémy-de-Provence geschaffen hat.“ „Wusstest Du, dass in Saint-Rémy Nostradamus geboren wurde, und dass dort Nick Cave sowie Morrissey Alben aufgenommen haben?“ „Nein“, muss Anna zugeben. „Okay“, sagt Jonas, „welches Buch ist für Dich unverzichtbar?“ „Die „Philosophia perennis“ von Aldous Huxley und Kafkas „Amerika“!“ „Bei mir sind es „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace sowie „Glamorama“ von Bret Easton Ellis, aber die Liste lässt sich unendlich fortführen, nicht wahr?“ „Absolut“, stimmt Anna zu.

Noch eine ganze Weile sitzen die beiden beieinander und listen ihre Favoriten auf, dann zückt Anna ihr iPhone und zeigt Jonas, zu dem sie schnell Vertrauen gefasst hat, ihre künstlerischen Arbeiten.