David Lynch

Münster, 16. März 2021

In der faszinierenden Dokumentation „The Art Life“ erzählt Multi-Talent David Lynch eine mystische Geschichte über eine Begebenheit aus seiner Kindheit. Auf einem Bordstein in der Nähe seines Elternhauses habe eine nackte Frau gehockt und geweint. Dieses Erlebnis habe ihn, Regisseur, Maler, Musiker, ein Leben lang geprägt. Lynchs Filme sind voller Rätsel, Mysterien, geprägt von verstörenden Elementen, aber auch von großer Liebe und Menschlichkeit. Die Kindheit war für den Meister des amerikanischen Kinos eine glückliche Zeit, in welcher er seine Fantasie entwickeln konnte. Später entdeckte er die Transzendentale Meditation und schrieb auch ein Buch darüber, „Catching the Big Fish“. Mit dem Erwachsenwerden, sagt Lynch, gehe eine Verarmung der Fantasie einher, da wir nun denken, wir durchschauten die Gesetze. Dies sei aber keineswegs der Fall. Mittels der Meditation gelinge es ihm, aus der Tiefe Ideen hervorzubringen, welche Lynch in seinen Kunstwerken, seien es Bilder, Musikstücke, Filme oder Fotografien, verarbeitet.

„Ideas are like fish. If you want to catch little fish, you can stay in the shallow water. But if you want to catch the big fish, you’ve got to go deeper.“

Als er mit der Meditation begann, sei er voller Angst und Furcht gewesen. Er habe sich depressiv und zornig gefühlt. Bereits nach zwei Wochen Meditation habe seine erste Frau, die seinen Zorn bis dahin ertragen musste, gefragt, wo dieser und die Depression hingegangen seien. Erst da sei ihm aufgefallen, dass die negativen Gefühle verschwunden waren.

Im Januar 2021 feierte der große Regisseur und Künstler seinen 75. Geburtstag.